Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte in Hessen
Hessen beschäftigt rund 150.000 Beamte in Landesverwaltung, Schulen und Polizei. 49 hessische Beamte haben bereits über uns verglichen. Erfahren Sie, welche Beihilfe-Regelungen in Hessen gelten und wie Sie Ihre Versorgungslücke schließen. Sichern Sie sich bis zu 38% Preisvorteil.
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Beihilfe in Hessen — die wichtigsten Regelungen
Hessen bietet seinen Beamten seit 2024 die Wahl zwischen dem klassischen Beihilfesystem und einer pauschalen Beihilfe. Damit gehört Hessen neben Nordrhein-Westfalen zu den wenigen Bundesländern mit dieser Wahlfreiheit. Die Entscheidung betrifft die Krankenversicherung — nicht die Notwendigkeit einer DUV.
Klassische individuelle Beihilfe
| Personengruppe | Beihilfesatz |
|---|---|
| Aktive Beamte (ohne/1 Kind) | 50 % |
| Aktive Beamte (ab 2 Kinder) | 70 % |
| Pensionäre | 70 % |
| Berücksichtigungsfähige Kinder | 80 % |
Pauschale Beihilfe in Hessen (seit 2024)
Alternativ können Beamte die pauschale Beihilfe wählen und erhalten einen Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung. Dieses Modell ist insbesondere für Beamte mit Vorerkrankungen interessant, die im privaten System mit Risikozuschlägen rechnen müssen. Die Entscheidung ist dauerhaft bindend.
Wichtig: Beide Beihilfemodelle decken ausschließlich Krankheitskosten ab. Die Versorgungslücke bei Dienstunfähigkeit ist in beiden Fällen identisch. Die Kosten einer DUV sind unabhängig vom gewählten Beihilfemodell.
Versorgungslücke für Beamte in Hessen
Ein hessischer Beamter mit A13-Besoldung, der nach sieben Dienstjahren dienstunfähig wird, erhält nur rund 1.700 Euro brutto Ruhegehalt — bei einem aktiven Einkommen von etwa 4.500 Euro. Das Hessische Beamtenversorgungsgesetz (HBeamtVG) sieht 1,79375 Prozent Ruhegehaltssatz pro Dienstjahr vor, maximal 71,75 Prozent.
Versorgungslücke nach Dienstjahren (Hessen)
| Dienstjahre | Ruhegehalt A9 (ca.) | Lücke A9 | Ruhegehalt A13 (ca.) | Lücke A13 |
|---|---|---|---|---|
| 5 Jahre | ~1.700 Euro* | ~1.500 Euro | ~1.700 Euro* | ~2.800 Euro |
| 10 Jahre | ~1.700 Euro* | ~1.500 Euro | ~2.050 Euro | ~2.450 Euro |
| 20 Jahre | ~2.000 Euro | ~1.200 Euro | ~2.900 Euro | ~1.600 Euro |
*Mindestversorgung (65 % der Endstufe A4, ca. 1.700 Euro). In Frankfurt oder Wiesbaden, wo allein die Miete oft 1.500 Euro oder mehr beträgt, reicht das Ruhegehalt nicht einmal für die Wohnkosten. Beamte auf Probe haben gar keinen Versorgungsanspruch.
Heilfürsorge oder Beihilfe?
Polizeivollzugsbeamte in Hessen erhalten während der aktiven Dienstzeit freie Heilfürsorge — sie nutzen nicht das Beihilfesystem. Das Land übernimmt sämtliche Kosten für ärztliche Behandlungen, Arzneimittel und Krankenhausaufenthalte. Für Polizeibeamte ist während der aktiven Dienstzeit keine private Krankenversicherung erforderlich.
Alle anderen Beamtengruppen — Lehrkräfte, Verwaltungsbeamte, Justiz- und Finanzbeamte — nutzen das reguläre Beihilfesystem (klassisch oder pauschal). Nach der Pensionierung wechseln auch Polizeibeamte ins Beihilfesystem mit 70 % Beihilfe.
Die DUV bleibt für alle Beamtengruppen unverzichtbar — auch für Polizeibeamte mit Heilfürsorge. Die Heilfürsorge deckt ausschließlich Behandlungskosten, keinen Einkommensersatz bei Dienstunfähigkeit.
DUV-Kosten in Hessen
Die monatlichen Beiträge für eine DUV liegen in Hessen je nach Eintrittsalter zwischen 25 und 100 Euro. Da Hessen bei der Besoldung im Mittelfeld liegt, entsprechen die Beiträge dem bundesweiten Durchschnitt.
| Eintrittsalter | Status | Monatsbeitrag (ca.) |
|---|---|---|
| 25 Jahre | Anwärter/Referendar | ab 25 Euro |
| 30 Jahre | Beamter auf Lebenszeit | 35–55 Euro |
| 40 Jahre | Beamter auf Lebenszeit | 60–90 Euro |
Detaillierte Informationen finden Sie auf unserer Kostenseite und im Anbieter-Vergleich.
Tipps für Beamte in Hessen
Schließen Sie die DUV so früh wie möglich ab — idealerweise im Referendariat oder als Beamtenanwärter. Anwärtertarife sind bis zu 70 Prozent günstiger und sichern niedrige Beiträge dauerhaft.
- Beihilfe-Wahl unabhängig von DUV treffen: Ob individuelle oder pauschale Beihilfe — die Versorgungslücke bei Dienstunfähigkeit ist identisch.
- Echte DU-Klausel mit unwiderruflicher Anerkennung: Der Versicherer muss die Entscheidung des Dienstherrn akzeptieren.
- Dienstherrklausel für alle hessischen Dienstherren: Land, Kommunen und Regierungspräsidien sollten erfasst sein.
- Lebenshaltungskosten im Rhein-Main-Gebiet beachten: In Frankfurt und Wiesbaden ist die Versorgungslücke besonders schmerzhaft.
DUV-Empfehlung für hessische Beamte
Für Beamte in Hessen ist eine DUV unabhängig vom gewählten Beihilfemodell unverzichtbar. Besonders betroffen sind Lehrkräfte — psychische Erkrankungen wie Burnout und Depression machen über 50 Prozent der Frühpensionierungen im Schuldienst aus. Auch Polizeibeamte und Beamte der Finanzverwaltung tragen ein relevantes DU-Risiko.
Unser Tipp: 49 Beamte aus Hessen haben bereits über uns verglichen. Nutzen Sie unseren kostenlosen Vergleich und finden Sie in zwei Minuten den besten DUV-Tarif für Ihre Situation im Rhein-Main-Gebiet und ganz Hessen.
Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Alle Angaben basieren auf den aktuell geltenden Versorgungsgesetzen und Beihilfeverordnungen der Bundesländer (Stand April 2026). Für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Empfehlung nutzen Sie unseren kostenlosen Vergleich.
Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Antworten rund um die Dienstunfähigkeitsversicherung.
Ja, Hessen hat als eines der ersten Bundesländer nach NRW ebenfalls eine pauschale Beihilfe eingeführt (seit 2024). Beamte können sich für einen Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung entscheiden, statt die individuelle Beihilfe in Anspruch zu nehmen. Die Entscheidung ist dauerhaft bindend. Für die Notwendigkeit einer DUV hat die Wahl keine Auswirkung.
Im klassischen Beihilfesystem erhalten aktive Beamte in Hessen 50 % Beihilfe. Bei zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern steigt der Satz auf 70 %. Pensionäre erhalten 70 %, Kinder 80 % Beihilfe. Die Hessische Beihilfeverordnung regelt die Details und beihilfefähigen Aufwendungen.
Das Hessische Beamtenversorgungsgesetz (HBeamtVG) regelt die Versorgung bei Dienstunfähigkeit. Der Ruhegehaltssatz berechnet sich mit 1,79375 % pro Dienstjahr, maximal 71,75 %. Die Mindestversorgung beträgt 65 % der Endstufe A4. Beamte auf Probe haben keinen Versorgungsanspruch und werden bei DU entlassen und nachversichert.
Ja, Polizeivollzugsbeamte in Hessen erhalten während der aktiven Dienstzeit Heilfürsorge. Das Land übernimmt die Kosten für ärztliche Behandlungen. Nach der Pensionierung wechseln sie ins Beihilfesystem. Die Heilfürsorge bietet keinen Einkommensersatz bei Dienstunfähigkeit — eine DUV ist daher unverzichtbar.
Besonders relevant ist die DUV für Lehrkräfte (psychische Belastung), Polizeibeamte (körperliche und psychische Anforderungen), Justizbeamte und Beamte in der Finanzverwaltung. In Hessen arbeiten zudem viele Beamte in den Ballungsräumen Frankfurt und Wiesbaden, wo hohe Lebenshaltungskosten die Versorgungslücke besonders spürbar machen.
Beamtenanwärter zahlen ab ca. 25 Euro monatlich, Beamte auf Lebenszeit zwischen 35 und 100 Euro je nach Eintrittsalter. Da Hessen bei der Besoldung im Mittelfeld liegt, sind die Beiträge vergleichbar mit den meisten anderen Bundesländern.
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