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Dienstunfähigkeit Vergleich
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Was kostet eine Dienst­unfähigkeits­versicherung?

Die Kosten einer DUV hängen von Alter, Beruf und Absicherungshöhe ab. Hier erfahren Sie, mit welchen Beiträgen Sie rechnen können – und wie Sie sparen. Sichern Sie sich bis zu 38% Preisvorteil.

Aktualisiert: April 2026·Geprüft von INVIA24 Experten
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Marie Hoffmann

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Einflussfaktoren auf den Beitrag

Der monatliche Beitrag einer Dienstunfähigkeitsversicherung wird von fünf zentralen Faktoren bestimmt: Eintrittsalter, Berufsstatus, Dienstherr, Absicherungshöhe und Gesundheitszustand. Ein unabhängiger Vergleich zeigt, welche Unterschiede zwischen den Tarifen bestehen. Wer diese Stellschrauben kennt, kann die Kosten gezielt beeinflussen und teilweise mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen.

Eintrittsalter -- der wichtigste Faktor

Das Alter bei Vertragsabschluss hat den mit Abstand groessten Einfluss auf die Beitragshöhe. Versicherer kalkulieren das Risiko einer Dienstunfähigkeit über die gesamte Vertragslaufzeit. Je jünger Sie einsteigen, desto länger verteilt sich das Risiko -- und desto niedriger fällt der monatliche Beitrag aus. Konkret bedeutet das: Wer mit 25 abschließt, zahlt oft nur halb so viel wie jemand, der erst mit 40 startet. Über eine Vertragslaufzeit von 35 bis 40 Jahren summiert sich dieser Unterschied auf mehr als 15.000 Euro. Der frühe Einstieg ist damit die wirksamste Massnahme zur Beitragsoptimierung -- weit vor jedem Tarifwechsel oder Rabattmodell.

Berufsstatus und Laufbahngruppe

Beamtenanwärter zahlen die niedrigsten Beiträge, Beamte auf Lebenszeit im höheren Dienst die höchsten. Ob Sie Beamtenanwärter, Beamter auf Probe oder Beamter auf Lebenszeit sind, beeinflusst den Tarif erheblich. Auch die Laufbahngruppe spielt eine Rolle: Beamte im einfachen und mittleren Dienst werden anders eingestuft als Beamte im gehobenen oder höheren Dienst.Lehrkräfte undPolizeibeamte haben aufgrund ihrer spezifischen Belastungsprofile häufig abweichende Tarifmerkmale. Polizisten und Feuerwehrbeamte werden in der Regel höher eingestuft als Verwaltungsbeamte, weil das Dienstunfähigkeitsrisiko statistisch höher liegt.

Dienstherr und Bundesland

Die Versorgungsregelungen unterscheiden sich zwischen Bund, Ländern und Kommunen teilweise erheblich -- das beeinflusst direkt den Versicherungsbeitrag. Die sogenannte Dienstherrklausel im Versicherungsvertrag sollte auf den jeweiligen Dienstherrn abgestimmt sein. Einige Bundesländer wie Bayern oderNordrhein-Westfalen haben strengere Regelungen für die Anerkennung von Dienstunfähigkeit, was die Kalkulation der Versicherer beeinflusst. In manchen Bundesländern gilt eine Dienstunfähigkeit erst ab einem Prognosezeitraum von sechs Monaten, in anderen reichen bereits drei Monate. Diese Unterschiede schlagen sich direkt in der Beitragshöhe nieder. Detaillierte Informationen zu den Beihilfe-Regelungen finden Sie auf unseren Länderseiten, zum Beispiel für Bayern, NRW oder Baden-Württemberg.

Absicherungshöhe (monatliche Rente)

Je höher die vereinbarte monatliche Rente im Leistungsfall, desto höher der Beitrag -- aber eine zu niedrige Absicherung kann im Ernstfall existenzbedrohend sein. Die empfohlene Absicherungshöhe orientiert sich an Ihrer individuellen Versorgungslücke -- also der Differenz zwischen letztem Nettoeinkommen und dem Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit. Für Anwärter und Beamte auf Probe, die noch keine oder nur geringe Versorgungsansprüche haben, ist eine ausreichend hohe Absicherung besonders wichtig. Als Faustregel gilt: Sichern Sie mindestens 75 Prozent Ihres aktuellen Nettoeinkommens ab. Bei Beamtenanwärtern ohne Versorgungsansprüche sollte die volle Einkommenshöhe versichert werden.

Gesundheitszustand

Vorerkrankungen können den Beitrag um 20 bis 50 Prozent erhöhen oder zu Leistungsausschlüssen führen -- darum ist ein früher Abschluss bei guter Gesundheit der beste Schutz vor Risikozuschlägen. Vor Abschluss einer DUV ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Typische Auslöser für Zuschläge sind psychische Vorbelastungen, Rückenleiden, Allergien und chronische Erkrankungen. Im Einzelfall kann eine Vorerkrankung auch zur Ablehnung führen. Ein guter Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss sichert Ihnen günstige Konditionen -- ein weiterer Grund, den Abschluss nicht aufzuschieben. Tipp: Lassen Sie vor dem Antrag eine anonyme Voranfrage bei mehreren Versicherern stellen. So erfahren Sie vorab, welcher Anbieter Ihren Gesundheitszustand am günstigsten bewertet.

Vertragslaufzeit

Die Laufzeit bis zum Pensionsalter (in der Regel 67 Jahre) bestimmt die Gesamtkosten -- eine kürzere Laufzeit senkt den Monatsbeitrag, reduziert aber auch den Schutz. Je länger die Vertragslaufzeit, desto höher der monatliche Beitrag, weil das versicherte Risiko über mehr Jahre abgedeckt werden muss. Manche Beamte wählen eine Laufzeit bis 62 oder 63, weil sie von einer frühzeitigen Pensionierung ausgehen. Das spart zwar Beiträge, birgt aber das Risiko, in den letzten Berufsjahren ohne Schutz dazustehen. Die Empfehlung lautet: Laufzeit bis zum regulären Pensionsalter wählen -- die Mehrkosten stehen in keinem Verhältnis zum Risiko.

Beispiel-Beiträge nach Alter

Junge Beamte zahlen für eine DUV mit 1.500 Euro monatlicher Rente ab etwa 30 Euro im Monat, während der Einstieg mit 45 Jahren mehr als das Vierfache kosten kann. Die folgende Tabelle zeigt Richtwerte für monatliche Beiträge. Die Werte beziehen sich auf einen Beamten im gehobenen Dienst mit einer Absicherung von 1.500 Euro monatlicher Rente und einer Laufzeit bis zum 67. Lebensjahr.

EintrittsalterMonatlicher Beitrag (ca.)Gesamtkosten bis 67Einsparpotenzial
25 Jahre30 -- 50 Euro15.000 -- 25.000 EuroMaximale Ersparnis
30 Jahre45 -- 70 Euro20.000 -- 31.000 EuroNoch sehr günstig
35 Jahre65 -- 100 Euro25.000 -- 38.000 EuroSolides Preis-Leistungs-Verhältnis
40 Jahre90 -- 140 Euro29.000 -- 45.000 EuroDeutlich teurer
45 Jahre120 -- 180 Euro32.000 -- 47.000 EuroHohe Beiträge, weniger Laufzeit
50 Jahre160 -- 250 Euro33.000 -- 51.000 EuroSehr hohe Beiträge

Wichtiger Hinweis: Diese Werte sind unverbindliche Richtwerte und dienen der Orientierung. Der tatsächliche Beitrag hängt vom gewählten Versicherer, der konkreten Tarifgestaltung, dem Bundesland und Ihrem individuellen Gesundheitszustand ab. Ein persönlicher Vergleich liefert Ihnen Ihren exakten Beitrag.

Beiträge nach Berufsgruppe

Die Berufsgruppe beeinflusst den Beitrag erheblich: Verwaltungsbeamte zahlen am wenigsten, Polizisten und Feuerwehrbeamte bis zu 40 Prozent mehr. Der Grund liegt im statistischen Dienstunfähigkeitsrisiko. Berufe mit hoher körperlicher oder psychischer Belastung werden von Versicherern anders kalkuliert als klassische Schreibtischtätigkeiten. Die folgende Tabelle zeigt Richtwerte für einen 30-jährigen Beamten mit 1.500 Euro monatlicher Rente und Laufzeit bis 67.

BerufsgruppeMonatlicher Beitrag (ca.)Risikoeinstufung
Verwaltungsbeamte40 -- 60 EuroNiedrig
Lehrkräfte50 -- 75 EuroMittel
Referendare25 -- 40 EuroNiedrig (Anwärtertarif)
Polizeibeamte60 -- 95 EuroErhöht
Feuerwehrbeamte65 -- 100 EuroErhöht
Soldaten (Zeitsoldaten)70 -- 110 EuroHoch

Die Unterschiede erklären sich durch die berufsspezifische Belastung. Lehrkräfte haben ein überdurchschnittlich hohes Risiko für psychische Erkrankungen -- die häufigste Ursache für Dienstunfähigkeit. Polizisten und Feuerwehrbeamte sind zusätzlich körperlichen Belastungen ausgesetzt, die zu Muskel-Skelett-Erkrankungen führen können. Verwaltungsbeamte im Innendienst haben statistisch das geringste Risiko und profitieren daher von den niedrigsten Beiträgen.

Versorgungslücke berechnen -- konkretes Beispiel

Die Versorgungslücke ist die Differenz zwischen Ihrem aktuellen Nettoeinkommen und dem Ruhegehalt, das Sie bei Dienstunfähigkeit erhalten würden -- und genau diese Lücke sollte Ihre DUV mindestens abdecken. Viele Beamte unterschätzen, wie gross diese Lücke sein kann -- insbesondere in den ersten Dienstjahren.

Rechenbeispiel: Lehrerin, A13, 30 Jahre, 5 Dienstjahre

Frau Müller ist verbeamtete Lehrerin in Nordrhein-Westfalen, Besoldungsgruppe A13, Stufe 5. Sie ist 30 Jahre alt und hat 5 ruhegehaltfähige Dienstjahre.

PositionBetrag
Bruttobesoldung A13, Stufe 5 (NRW)ca. 4.800 Euro/Monat
Nettoeinkommen (nach PKV, Steuer)ca. 3.400 Euro/Monat
Ruhegehaltssatz (5 Jahre x 1,79375 %)8,97 %
Mindestruhegehalt (35 % der Bruttobesoldung)ca. 1.680 Euro/Monat brutto
Ruhegehalt netto (geschätzt)ca. 1.400 Euro/Monat
Versorgungslückeca. 2.000 Euro/Monat

In diesem Beispiel beträgt die monatliche Versorgungslücke rund 2.000 Euro. Ohne eine Dienstunfähigkeitsversicherung müsste Frau Müller ihren Lebensstandard bei Dienstunfähigkeit drastisch einschränken. Eine DUV mit 2.000 Euro monatlicher Rente würde diese Lücke schließen und kostet in ihrem Fall etwa 55 bis 80 Euro im Monat.

Besonders kritisch: Beamte auf Probe mit weniger als 5 Dienstjahren haben unter Umständen noch gar keinen Anspruch auf Ruhegehalt. Bei Dienstunfähigkeit in dieser Phase erhalten sie lediglich eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung -- die deutlich geringer ausfällt. In unserem Ratgeber zur DUV-Sinnhaftigkeit erklären wir, warum gerade junge Beamte besonders dringend eine Absicherung benötigen.

Anwärter-Tarife: Bis zu 70 % günstiger

Beamtenanwärter und Referendare profitieren von Sondertarifen, die 50 bis 70 Prozent günstiger als reguläre DUV-Tarife sind -- der Einstieg ist ab etwa 15 Euro im Monat möglich. Der Grund: Während der Anwärterzeit ist die Absicherungshöhe reduziert, weil Anwärterbezüge niedriger ausfallen als die spätere Beamtenbesoldung. Die Versicherer kalkulieren daher mit einem geringeren Risiko.

Warum sind Anwärter-Tarife so günstig?

Die niedrigen Beiträge ergeben sich aus drei Faktoren: Erstens ist die versicherte Rente während der Anwärterzeit geringer (typischerweise 500 bis 1.000 Euro statt 1.500 bis 2.000 Euro). Zweitens sind Referendare und Anwärter in der Regel jung und gesund, was das Risiko für den Versicherer senkt. Drittens wissen Versicherer, dass Anwärter langfristige Kunden werden -- der günstige Einstieg ist auch ein Kundenbindungsinstrument.

Was passiert nach der Verbeamtung auf Lebenszeit?

Der entscheidende Vorteil: Nach der Verbeamtung auf Lebenszeit wird der Vertrag automatisch auf den vollen Versicherungsschutz umgestellt -- ohne erneute Gesundheitsprüfung. Das bedeutet: Auch wenn in der Zwischenzeit gesundheitliche Einschränkungen hinzugekommen sind (etwa Rückenprobleme durch den Schulalltag oder psychische Belastungen), bleiben Sie zu den ursprünglichen Konditionen versichert. Diese sogenannte Nachversicherungsgarantie macht den frühen Einstieg besonders wertvoll.

Der Beitrag steigt nach der Umstellung zwar auf das reguläre Niveau, aber der günstige Einstiegstarif basiert auf Ihrem Alter bei Vertragsabschluss. Wer als 25-jähriger Referendar startet, zahlt auch nach der Umstellung weniger als jemand, der erst mit 30 als Beamter auf Lebenszeit einsteigt. Gerade Lehramtsanwärter und Polizeianwärter sollten den Abschluss daher nicht auf die lange Bank schieben -- jedes Jahr Wartezeit erhöht den Beitrag spürbar, und das über die gesamte Vertragslaufzeit von oft mehr als 30 Jahren.

DUV vs. BU: Kostenvergleich für Beamte

Eine Dienstunfähigkeitsversicherung ist für Beamte in der Regel 20 bis 40 Prozent günstiger als eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung -- bei besserer Leistung im Ernstfall. Viele Beamte stehen vor der Frage, ob eine DUV oder eine BU die bessere Wahl ist. In unserem Ratgeber BU oder DUV erklären wir die Unterschiede im Detail.

KriteriumDUVBU
Monatlicher Beitrag (30 J., 1.500 Euro Rente)45 -- 70 Euro70 -- 120 Euro
Gesamtkosten bis 6720.000 -- 31.000 Euro31.000 -- 53.000 Euro
LeistungsauslösungAmtliche Feststellung reichtEigene Prüfung durch Versicherer
PersonenkreisNur BeamteAlle Berufsgruppen
Passgenauigkeit für BeamteMaßgeschneidertAllgemein
Risiko der LeistungsablehnungGering (bei echter DU-Klausel)Höher (eigene Prüfmaßstäbe)
Flexibilität bei BerufswechselNur für Beamte nutzbarAuch außerhalb des Beamtentums

Der Hauptgrund für den Preisunterschied: Eine DUV ist speziell auf Beamte zugeschnitten und versichert ausschließlich das Risiko der Dienstunfähigkeit -- also die Feststellung durch den Dienstherrn. Durch den eingeschränkten Personenkreis und die klare Leistungsdefinition können Versicherer die DUV günstiger kalkulieren.

Gleichzeitig bietet die DUV im Leistungsfall oft einen schnelleren Zugang zur Rente, weil die Anerkennung durch den Dienstherrn in der Regel ausreicht. Bei einer BU hingegen kann es zu der paradoxen Situation kommen, dass Sie amtlich als dienstunfähig gelten, der BU-Versicherer aber nach eigenen Maßstäben nicht leistet.

Fazit: Für aktive Beamte und Beamtenanwärter ist die Dienstunfähigkeitsversicherung nahezu immer die wirtschaftlich sinnvollere Wahl. Eine BU-Versicherung ist hingegen die richtige Option, wenn Sie noch nicht verbeamtet sind oder eine Verbeamtung unsicher ist.

Tipps zum Sparen bei der DUV

Mit der richtigen Strategie lassen sich die Kosten einer Dienstunfähigkeitsversicherung um 30 bis 50 Prozent reduzieren -- ohne auf wichtigen Schutz zu verzichten. Die folgenden fünf Maßnahmen sind die wirksamsten Hebel.

1. Früh abschließen

Der Einstieg in der Ausbildung oder im Referendariat ist der effektivste Hebel. Sie sichern sich niedrige Beiträge, die über Jahrzehnte stabil bleiben. Ein Abschluss mit 25 statt mit 35 kann über die gesamte Laufzeit mehr als 15.000 Euro Unterschied bedeuten. Außerdem sind im jungen Alter weniger Vorerkrankungen vorhanden, was die Gesundheitsprüfung erleichtert und Zuschläge vermeidet.

2. Nachversicherungsgarantie nutzen

Achten Sie darauf, dass Ihr Tarif eine Nachversicherungsgarantie enthält. Damit können Sie bei Beförderungen, Besoldungserhöhungen oder Familienveränderungen die Absicherungshöhe anpassen -- ohne erneute Gesundheitsprüfung. So passen Sie den Schutz an Ihre Lebenssituation an, ohne den günstigen Ausgangsbeitrag zu verlieren. Typische Anlässe für eine Nachversicherung sind: Verbeamtung auf Lebenszeit, Beförderung in eine höhere Besoldungsgruppe, Heirat oder die Geburt eines Kindes.

3. Beihilfe korrekt berücksichtigen

Als Beamter erhalten Sie im Krankheitsfall Beihilfe von Ihrem Dienstherrn. Diese reduziert den benötigten privaten Versicherungsschutz. Stellen Sie sicher, dass Ihr Tarif die Beihilfe korrekt einrechnet, damit Sie nicht mehr versichern als nötig. Eine Überversicherung treibt den Beitrag unnötig in die Höhe. Prüfen Sie auch, ob Ihr Dienstherr bei Dienstunfähigkeit weiterhin Beihilfe gewährt -- das ist nicht in allen Bundesländern gleich geregelt.

4. Tarife vergleichen

Die Beiträge unterscheiden sich je nach Versicherer teilweise erheblich -- bei vergleichbaren Leistungen. Ein unabhängiger Vergleich deckt diese Unterschiede auf und kann schnell 20 bis 30 Prozent Ersparnis bringen. Achten Sie dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität der DU-Klausel und die Vertragsbedingungen. Besonders wichtig: Vergleichen Sie Nettobeiträge, nicht nur Bruttobeiträge. Der Nettobeitrag ist das, was Sie tatsächlich zahlen.

5. Zahlungsweise optimieren

Viele Versicherer gewähren bei jährlicher Zahlungsweise einen Rabatt von 3 bis 5 Prozent gegenüber monatlicher Zahlung. Über eine Laufzeit von 35 Jahren kann das mehrere Hundert Euro Ersparnis bedeuten. Prüfen Sie, ob die jährliche Zahlung für Sie finanziell darstellbar ist -- in den meisten Fällen lohnt sich der Wechsel.

Beitrag von der Steuer absetzen

Die Beiträge zur Dienstunfähigkeitsversicherung sind grundsätzlich als Vorsorgeaufwendungen steuerlich absetzbar -- allerdings sind die Höchstbeträge bei Beamten häufig bereits durch PKV-Beiträge ausgeschöpft. Beamte können Vorsorgeaufwendungen bis zu einem Höchstbetrag von 2.800 Euro pro Jahr (bzw. 1.900 Euro für Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss) geltend machen. Da Beamte ihre private Krankenversicherung selbst zahlen, sind diese Höchstbeträge oft schon vollständig durch die PKV-Beiträge belegt.

Es gibt jedoch eine Alternative: Wenn die DUV-Beiträge als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend gemacht werden können, ergeben sich unter Umständen Steuervorteile. Ein Steuerberater kann prüfen, welche Absetzungsmöglichkeit in Ihrer individuellen Situation optimal ist. Detaillierte Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zur steuerlichen Absetzbarkeit der DUV.

Tipp: Auch wenn die steuerliche Absetzbarkeit begrenzt ist, sollte sie kein Entscheidungskriterium für oder gegen den Abschluss einer DUV sein. Die Absicherung Ihrer Existenz bei Dienstunfähigkeit wiegt deutlich schwerer als ein möglicher Steuervorteil von wenigen Hundert Euro pro Jahr.

Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Alle Angaben basieren auf den aktuell geltenden Versorgungsgesetzen und Beihilfeverordnungen der Bundesländer (Stand April 2026). Für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Empfehlung nutzen Sie unseren kostenlosen Vergleich.

Häufig gestellte Fragen

Die wichtigsten Antworten rund um die Dienstunfähigkeitsversicherung.

Die monatlichen Beiträge beginnen bei etwa 30 Euro für junge Beamtenanwärter und liegen bei Beamten ab 35 Jahren typischerweise zwischen 65 und 100 Euro. Der genaue Beitrag hängt von Alter, Berufsstatus, Dienstherr und gewünschter Absicherungshöhe ab.

Ja, in den meisten Fällen ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte deutlich günstiger als eine klassische BU-Versicherung. Typischerweise liegen die Beiträge 20 bis 40 Prozent unter einer vergleichbaren BU. Das liegt am eingeschränkten Personenkreis und an der klaren Leistungsdefinition über die amtliche Dienstunfähigkeit.

Je jünger Sie beim Abschluss sind, desto niedriger ist der Beitrag – und dieser bleibt über die gesamte Laufzeit stabil. Zudem sind im jungen Alter in der Regel weniger Vorerkrankungen vorhanden, was die Gesundheitsprüfung erleichtert und Ausschlüsse vermeidet. Wer mit 25 statt mit 35 abschließt, spart über die gesamte Laufzeit oft mehr als 15.000 Euro.

Anwärter-Tarife sind häufig 50 bis 70 Prozent günstiger als reguläre Beamtentarife. Der Grund: Die Versicherungssumme ist während der Anwärterzeit niedriger. Nach der Verbeamtung auf Lebenszeit wird der Tarif ohne erneute Gesundheitsprüfung auf den vollen Schutz umgestellt – das ist die sogenannte Nachversicherungsgarantie.

Experten empfehlen, mindestens die Versorgungslücke abzusichern – also die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen und dem Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit. Für Beamte auf Probe oder Anwärter, die noch keine oder nur geringe Versorgungsansprüche haben, ist eine höhere Absicherung besonders wichtig. Eine Rente von 1.000 bis 2.000 Euro monatlich ist ein gängiger Richtwert.

Ja, die Beiträge zur Dienstunfähigkeitsversicherung können als Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Allerdings sind die absetzbaren Höchstbeträge bei Beamten häufig bereits durch Krankenversicherungsbeiträge ausgeschöpft. Ein Steuerberater kann die individuelle Situation prüfen und alternative Absetzungsmöglichkeiten aufzeigen.

Die Versorgungslücke ergibt sich aus der Differenz zwischen Ihrem aktuellen Nettoeinkommen und dem Ruhegehalt, das Sie bei Dienstunfähigkeit erhalten würden. Das Ruhegehalt berechnet sich aus den ruhegehaltfähigen Dienstjahren multipliziert mit dem Ruhegehaltssatz (1,79375 % pro Jahr, maximal 71,75 %). Haben Sie weniger als 5 Dienstjahre, erhalten Sie in der Regel nur das Mindestruhegehalt oder gar keine Versorgung.

Ein Wechsel kann sich lohnen, wenn Ihr aktueller Tarif keine echte DU-Klausel enthält oder die Bedingungen veraltet sind. Allerdings gilt: Kündigen Sie nie den alten Vertrag, bevor der neue rechtskräftig angenommen ist. Beachten Sie auch, dass beim neuen Vertrag eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich ist und Vorerkrankungen zu Ausschlüssen führen können.

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